Jugendlicher mit Laptop auf dem Bett
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Online-Spiele: So schützen Sie Ihre persönlichen Daten

Online-Spiele verbinden Millionen Menschen weltweit. Ob am Smartphone, PC oder an der Konsole – gespielt wird in jedem Alter. Vielen ist aber nicht bewusst, dass dabei oft umfangreiche persönliche Daten gesammelt werden. Die AK-Studie „Privatsphäre in Online-Spielen“ zeigt, welche Informationen erhoben werden und wie Sie Ihre Daten besser schützen können.

Auf einen Blick

Online-Spiele sammeln häufig mehr Daten als für das Spielen notwendig wäre.

Dabei können unter anderem verarbeitet werden:

  • Spielverhalten und Spielzeiten
  • Chats und Freundeslisten
  • Geräte- und Verbindungsdaten
  • Standortdaten bei mobilen Spielen
  • Zahlungs- und Kontoinformationen

Je nach Spiel entstehen daraus detaillierte Nutzerprofile. 

Warum Online-Spiele so viele Daten sammeln

Online-Spiele sind längst ein Milliardengeschäft. Einnahmen stammen nicht nur aus dem Verkauf von Spielen oder In-App-Käufen. Auch Nutzerdaten sind für viele Anbieter wirtschaftlich interessant.

Sie zeigen beispielsweise,

  • welche Spiele beliebt sind,
  • wann und wie lange gespielt wird,
  • mit wem Nutzer spielen,
  • welche Funktionen sie verwenden und
  • wofür sie Geld ausgeben.

Diese Informationen können für die Weiterentwicklung von Spielen, personalisierte Werbung oder andere kommerzielle Zwecke genutzt werden.

Welche Daten werden verarbeitet?

Viele Spiele benötigen eine dauerhafte Internetverbindung. Dadurch werden laufend Informationen übertragen und gespeichert.

Dazu gehören unter anderem:

  • Registrierungsdaten
  • Spielverhalten
  • Chatnachrichten
  • Kontakte
  • technische Geräteinformationen
  • IP-Adresse
  • Standortdaten
  • Zahlungsdaten

Welche Daten tatsächlich verarbeitet werden, hängt vom jeweiligen Spiel und den aktivierten Berechtigungen ab.

Wo liegt das Problem?

Viele Anbieter informieren nur unzureichend darüber,

  • welche Daten gesammelt werden,
  • wofür sie verwendet werden,
  • an wen sie weitergegeben werden und
  • wie lange sie gespeichert bleiben.

Datenschutzerklärungen sind häufig lang und schwer verständlich. Dadurch fällt es Konsument schwer, eine informierte Entscheidung zu treffen.

Hinzu kommt: Datenbanken von Spieleplattformen können Ziel von Hackerangriffen werden.

Kinder und Jugendliche besonders schützen

Kinder und Jugendliche nutzen Online-Spiele besonders häufig. Gleichzeitig können sie die Folgen einer umfangreichen Datensammlung oft noch nicht einschätzen.

Eltern sollten deshalb

  • Datenschutzeinstellungen gemeinsam überprüfen,
  • Zugriffsrechte einschränken,
  • In-App-Käufe absichern und
  • mit ihren Kindern über Datenschutz und sicheres Verhalten im Netz sprechen.

Die AK fordert

Damit Konsument ihre Daten besser schützen können, braucht es:

  • klare gesetzliche Grenzen für die Datennutzung,
  • verständliche Datenschutzinformationen,
  • wirksame Kontrollen durch Datenschutzbehörden,
  • mehr Transparenz bei der Weitergabe von Daten und
  • einen besonderen Schutz für Kinder und Jugendliche.

So schützen Sie Ihre Daten

Mit wenigen Maßnahmen können Sie Ihre Privatsphäre besser schützen.

Nur notwendige Daten angeben

Geben Sie nur jene Informationen an, die für die Nutzung des Spiels unbedingt erforderlich sind. Nutzen Sie nach Möglichkeit eine separate E-Mail-Adresse oder ein Pseudonym.

Datenschutzeinstellungen nutzen

Prüfen Sie regelmäßig die Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellungen des Spiels und Ihres Geräts.

Zugriffsrechte einschränken

Erteilen Sie Apps nur jene Berechtigungen, die tatsächlich notwendig sind – etwa für Standort, Kamera oder Kontakte.

Spielkonten löschen

Nutzen Sie ein Spiel dauerhaft nicht mehr, löschen Sie den Account. So verhindern Sie, dass persönliche Daten unnötig gespeichert bleiben.

Geräte absichern

Verwenden Sie starke Passwörter, aktivieren Sie wenn möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung und halten Sie Betriebssystem sowie Sicherheitssoftware aktuell.

Fazit

Online-Spiele machen Spaß, sammeln aber häufig umfangreiche persönliche Daten. Wer bewusst mit seinen Informationen umgeht, Datenschutzeinstellungen nutzt und nur notwendige Daten preisgibt, kann seine Privatsphäre besser schützen.

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