Junger Mann sitzt am Schreibtisch und rechnet.
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Vorsicht vor dubiosen Finanzsanierern

Immer mehr Finanzsanierungsunternehmen werben mit der Aussicht auf einen günstigen Kredit zur Schuldenregulierung. Doch statt einer Umschuldung zahlen Konsument:innen oft hohe Spesen – ohne den versprochenen Kredit zu erhalten. Die AK registrierte von September 2023 bis September 2024 österreichweit 801 Beschwerden. Der durchschnittliche Streitwert liegt bei rund 800 Euro.

Test

Die AK Analyse zu den Finanzsanierungsunternehmen sowie Tipps finden Sie hier.

Versprechen statt Kredit

Wer online nach Kredit oder Überschuldung sucht, stößt rasch auf Finanzsanierungsunternehmen. Häufig schließen Konsument:innen einen Vermittlungs- und einen Sanierungsvertrag ab. Viele glauben, sie erhalten einen neuen Kredit zur Ablöse ihrer Schulden.

Tatsächlich wird laut Vertrag meist nur angeboten, mit Gläubigern über eine Neuregelung der Schulden zu verhandeln. Gleichzeitig fallen Verwaltungs- und Bearbeitungsgebühren sowie oft auch Kautionen an.

Hohe Spesen, schwieriger Ausstieg

Besonders problematisch: Wer aus dem Vertrag aussteigen will, muss häufig um die Rückzahlung bereits geleisteter Spesen, Kautionen oder Raten kämpfen. Zudem erkennen viele Unternehmen das gesetzliche Rücktrittsrecht nicht an und behaupten, die Frist sei bereits abgelaufen.

Die AK hat bereits mehrere Gerichtsverfahren gegen dubiose Finanzsanierungsunternehmen erfolgreich geführt. Weitere Verfahren sind anhängig.

AK fordert mehr Schutz

Die AK fordert:

  • Verbot des Begriffs „Finanzsanierung“: Schuldenberatung soll ausschließlich staatlich anerkannten Schuldner:innenberatungsstellen vorbehalten sein. 
  • Bessere gesetzliche Regelungen: Bei der Umsetzung der Verbraucherkredit-Richtlinie müssen zusätzliche Schutzbestimmungen für Konsument:innen geschaffen werden.
 

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