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Wenn der Vermieter die Kaution zurückhält

Wenn Sie aus einer Mietwohnung ausziehen, sollten Sie sofort Ihre Kaution zurückbekommen. Doch manchmal weigern sich VermieterInnen, das Geld zurückzuzahlen. Eine häufige Begründung: Die Mieterin oder der Mieter hätten die Wohnung beschädigt oder stark abgenutzt hinterlassen, mit der Kaution müssten nun die Renovierungsarbeiten finanziert werden. Wann ist das legal, wann nicht?

Abnützung durch Miete abgegolten

Grundsätzlich zahlen Sie Miete dafür, dass Sie eine Wohnung benützen dürfen. Es liegt auf der Hand, dass eine Wohnung selbst bei pfleglicher Behandlung mit der Zeit Gebrauchsspuren bekommt. Inzwischen haben einige OGH-Urteile bestätigt, dass es unter die normale Abnutzung fällt, wenn zum Beispiel die Wandfarbe nach einer Weile nicht mehr makellos ist oder Parkettböden Kratzer bekommen.  Auch wenn Sie Bohr- und Dübellöcher hinterlassen, ist das kein Grund, die Kaution einzubehalten. Schließlich müssen Sie ja Ihre Kästchen und Regale irgendwo befestigen.

Wann Sie Beschädigungen zahlen müssen

Wenn Sie tatsächlich einen Schaden in der Wohnung angerichtet haben, müssen Sie Ersatz dafür leisten. Der Vermieter kann allerdings nicht von Ihnen verlangen, dass Sie den vollen Preis für den kaputten Gegenstand übernehmen. Sie müssen nur zahlen, was der Gegenstand noch wert war.

Zwei Beispiele

  • Eine Parfümflasche ist Ihnen ins Waschbecken gekracht, das Waschbecken hat nun einen Sprung.
  • Für Waschbecken wird eine Nutzungsdauer von 30 Jahren angenommen.
  • Wenn das Waschbecken schon 10 Jahre alt ist, brauchen Sie nur mehr zwei Drittel der Kosten für ein neues Teil übernehmen. 
  • Den Kindern ist beim Fangenspielen in der Genossenschaftswohnung eine Innentür in die Quere gekommen. Nun ist sie demoliert.
  • Für Innentüren wird eine Nutzungsdauer von 30 Jahren angenommen.
  • Wenn die Tür bei der Rückgabe der Wohnung bereits 30 Jahre oder älter ist, müssen die Mieter nichts mehr für eine neue Tür zahlen. Die alte Tür ist zwar kaputt, sie war aber auch nichts mehr wert.

Was tun, wenn der Vermieter nicht zahlt?

Wenn es zu Streitigkeiten rund um die Kautionsabrechnung kommt, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Sie können sich an eine Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten wenden und versuchen, den Konflikt außergerichtlich zu lösen. Die Verfahren bei den Schlichtungsstellen sind im Gegensatz zu Gerichtsverfahren kostenfrei.  

  • Sollten Sie nicht in einer Gemeinden wohnen, die über eine Schlichtungsstelle verfügen, müssen Sie sich an ein Gericht wenden, um Ihr Recht durchzusetzen.

Ihr Recht die Miete zu reduzieren

Das Recht zur Mietzinsminderung besteht zB dann, wenn eine Heiztherme, die bei Anmietung vorhanden war, nicht mehr heizt oder kein Warmwasser liefert.

Ausmalen beim Auszug

Muss ich meine alte Wohnung ausmalen, wenn ich ausziehe? Was ist, wenn ich Wänden eine andere Farbe verpasst habe? Welche Regeln gelten.

Maklerprovision

2 Bruttomonats-Mieten darf die Provision bei jenen betragen, die unbefristete oder auf über drei Jahre befristete Mietverträge haben.

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