So muss Wohnen
© Tea Mina Farag

Wohnen ist ein Grundrecht, kein Luxus!

Die Wohnkosten explodieren seit Jahren, die Politik tut viel zu wenig, um leistbares Wohnen zu ermöglichen. Zuletzt hat die Bundesregierung eine Mietenbremse beschlossen, die über der erwarteten Inflation liegt – das hilft niemandem. 

Mieter:innen werden abgezockt, während Immobilienfirmen seit Jahren hohe Gewinne machen. Eine Befragung der Statistik Austria hat vor kurzem gezeigt: 22 Prozent der Menschen in Österreich werden durch ihre Wohnkosten mittlerweile schwer belastet. 


Spekulanten räumen Markt leer

Ein Problem ist, dass es zu wenig Flächen, gibt, auf denen man günstig bauen kann. Denn die Bodenpreise werden immer unerschwinglicher und verhindern so leistbaren Wohnbau. Eine AK-Studie zeigt: Es wird zunehmend fürs Anlegen gebaut, nicht fürs Wohnen. Junge Familien und nicht so gutverdienende Menschen haben zunehmend Probleme, sich ein Dach über dem Kopf leisten zu können.

Vor allem in Wien stehen wir vor folgender Situation: Obwohl es ein Überangebot an Wohnungen gibt, steigen die Preise am privaten Wohnungsmarkt extrem. Der Grund: Spekulanten und vermehrt auch internationale Immobilienfonds haben in den letzten Jahren den Markt leergeräumt.  

Wohnen muss leistbar sein

Der Staat hätte es in der Hand, leistbaren Wohnraum zu schaffen. Die öffentliche Hand hat viele Grundstücke im ganzen Land, beispielsweise Flächen der ÖBB, des Bundesheeres oder der Bundesforste. Diese werden zu horrenden Preisen verkauft, dort werden teure Wohnungen errichtet, die sich niemand leisten kann. Eine einfache bundesgesetzliche Regelung könnte dem einen Riegel vorschieben: Wenn der Bund Flächen verkauft, dann nur für geförderten, gemeinnützigen Wohnbau.  

Ein großes Problem im Bereich Wohnen ist der Leerstand, dazu gibt es nicht einmal Erhebungen. Nur neue Wohnungen zu bauen ist nicht die Lösung, es muss der Leerstand aktiviert werden, das ist auch zum Erreichen der Klimaziele essenziell. Wenn es in einer wachsenden Stadt kein Angebot an leistbarem Wohnraum gibt, werden mehr Menschen pendeln müssen, das ist auch nicht gut fürs Klima.  

Im besten Sozialstaat der Welt ist Wohnen kein Luxus, sondern für alle leistbar, und die Politik sorgt dafür. 

Unsere Forderungen

  • Maximal 2 Prozent Mieterhöhung pro Jahr in allen Wohnkategorien
  • Bundesgrundstücke für den geförderten Wohnbau
  • Wirksame bundesgesetzliche Leerstandsabgabe
  • Kurzzeitvermietungen einschränken
  • Reform des Mietrechts dauert zu lange, gleich geht: Befristungen abschaffen

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