24.2.2020

Online-Bestellung eines 17-Jährigen endete im finanziellen Chaos!

Der 17-jährige Sina S.x) bestellte online ein Business Coaching um rund 200 Euro monatlich. Da er kein eigenes Einkommen hatte, ließ er die Raten von der Kreditkarte seiner Mutter abbuchen – sie wusste nichts davon. Schnell waren rund 1.800 Euro beisammen – Geld, das der Familie hinten und vorne fehlte. Sina S. erkannte, dass der Kauf unüberlegt war und wollte aus dem Vertrag aussteigen. Er wandte sich an die AK Konsumentenberatung – letztlich bekam seine Familie mit Hilfe der Kreditkartenfirma die 1.800 Euro zurück.

17-Jähriger zahlte mit der Kreditkarte seiner Mutter

Der 17-jährige Sina S. bestellte online ein Business-Coaching um monatlich rund 200 Euro. Mit dem Coaching plante er, sich selbstständig zu machen. Er träumte von einem erfolgreichen Business, bei dem er innerhalb kürzester Zeit selbstständig Geld verdienen könnte. Die Raten für das Coaching ließ er ohne Wissen seiner Mutter von ihrer Kreditkarte abbuchen. Schnell summierten sich die Beträge und so waren 1.800 Euro für das Business Coaching verrechnet. Geld, das der Familie für alltägliche Ausgaben und Miete sehr fehlte. Der inzwischen 18-Jährige sah ein, dass der Kauf unüberlegt war. Er wollte aus dem Kaufvertrag aussteigen. Auch seine Mutter, die zwischenzeitlich von den Einkäufen erfahren hatte, wollte den Vertrag stoppen.

Sina S. suchte Hilfe in der AK Konsumentenberatung

Sina S. suchte Hilfe in der AK Konsumentenberatung und erkundigte sich, ob eine Möglichkeit bestünde, den Vertrag rückabzuwickeln und die 1.800 Euro zurückzuerhalten. „Wir erklärten dem Konsumenten, dass er sich zum Bestellzeitpunkt als 17-jähriger ohne Einkommen nicht zu diesen hohen Geldzahlungen verpflichten konnte und der Vertrag deshalb in einem Schwebezustand sei. Hinzu kommt, dass die Raten für das Coaching ohne Wissen – und somit ohne Erlaubnis – seiner Mutter von ihrer Kreditkarte abgebucht wurden und seine Mutter als Erziehungsberechtigte zum damaligen Zeitpunkt nicht mit der Bestellung einverstanden war“, erzählt AK Konsumentenschützer Jakob Kalina.

AK Erfolg: Familie bekam 1.800 Euro zurück

Der AK Konsumentenschützer kontaktierte das Online-Business-Coaching und erklärte die Sachlage – jedoch ohne Erfolg. „Uns gelang es aber letztlich mit Hilfe des Kreditkartendienstleisters eine Lösung zu erzielen. Das Kreditkartenunternehmen stoppte sofort die weiteren Abbuchungen und sah in den monatlichen Zahlungen von rund 200 Euro – genauso wie wir – keine von der Kontoinhaberin autorisierten Abbuchungen.“ Die Familie bekam die 1.800 Euro zurück. 

x) Name von der Redaktion geändert

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