9.12.2019

Kreuzfahrt, Pech und Pannen

Leinen los – endlich legte das Kreuzfahrtschiff zum Nordkap ab. Doch die ersehnte Traumreise verlief für Frau P.X) mehr als ärgerlich: Ihre Sicht aus dem Fenster war durch einen Metallträger stark beeinträchtigt. Zudem war es ab 4.30 Uhr extrem laut. Sie reklamierte am Schiff – ohne Erfolg. Nach dem Urlaub wandte sich Frau P. an die AK Konsumentenberatung. Die AK versuchte zunächst eine außergerichtliche Lösung. Jedoch erst die Klagsdrohung führte zum gewünschten Erfolg und das Reisebüro zahlte die Preisminderung.

Eingeschränkter Ausblick und starker Lärm

Frau P. buchte bei einem Reisebüro eine Kreuzfahrt von Hamburg zum Nordkap und wieder nach Hamburg retour. Der Preis betrug 3.554,55 Euro. 

Eigentlich sollte es ein erholsamer Urlaub werden. Die Vorfreude auf die Schifffahrt war groß. Doch kaum in der Kabine angekommen, trübte ein Metallträger vor dem Kabinenfenster die Vorfreude. Die Sicht aus dem Kabinenfenster war mehr als eingeschränkt. Aber dem nicht genug – um 4.30 Uhr in der Früh hob es Frau P. aus den Federn. Von einem erholsamen Schlaf war keine Rede mehr. Der Grund: Ihre Kabine lag über Speisesaal und Küche. Das Personal fuhr mit den Transportwägen zwischen Küche und im Speisesaal hin und her, dadurch war es extrem laut. 

Als Frau P. die Reise gebucht hatte, wurde nicht angesprochen, dass sich Speisesaal und Küche über ihrer Kabine befinden. Frau P. reklamierte die Mängel sofort bei der Managerin am Schiff, jedoch unternommen wurde nichts.  

Frau P. wandte sich an die AK

Zu Hause angekommen, wandte sich Frau P. an die Konsumentenberatung der AK Wien. Die AK versuchte sich außergerichtlich mit dem Reiseveranstalter zu einigen – jedoch erfolglos. Erst als die AK eine Klage androhte, zahlte das Unternehmen 333,65 Euro (zehn Prozent des Reisepreises) an Frau P. 

x) Name von der Redaktion geändert

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