Arbeiterkammern gestärkt!

Die Arbeiter­kammer-Wahlen 2019 sind geschlagen. Die Beschäftigten haben ihre Interessen­vertretung gewählt und mitbestimmt, wie sich das Arbeit­nehmer­Innen-Parlament zusammen­setzt und um welche Themen sich die AK kümmern wird.

Wahlbeteiligung ist gestiegen

Es gaben rund 66.000 Menschen mehr ihre Stimme bei der AK Wahl ab – die absolute Wahl­beteiligung ist gestiegen. In allen Bundes­ländern wurden die amtierenden Präsident­Innen in ihrem Amt bestätigt. Sie konnten ihre absoluten Mehrheiten großteils verteidigen und zum Teil auch beträchtlich ausbauen.

Wie schon bisher stellen die Sozial­demokratischen Gewerk­schafter­Innen (FSG) in sieben Länder­kammern (Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Wien) die absolute Mehrheit, in zwei Länder­kammern (Tirol und Vorarlberg) konnten die Christlichen Gewerk­schafter­innen und Gewerkschafter (ÖAAB-FCG) trotz Verluste ihre Mehrheit halten. Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) konnten (vor allem in Kärnten) Zugewinne verzeichnen, die Alternativen und Grünen Gewerk­schafter­Innen/Unabhängige Gewerk­schafter­Innen (AUGE/UG) Verluste.

AK Wahl: Die Österreich-Ergebnisse © Jose Coll, AK
Bild teilen © Jose Coll, AK

Mit keiner anderen Wahl vergleichbar

Die AK Wahl ist keine Wahl wie jede andere. Das Wahlrecht hängt am Arbeitsverhältnis, der Beschäftigung im Betrieb. Die AK braucht Wahl­helfer­Innen – das machen Betriebs­rät­Innen, Personal­vertreter­Innen, Vertrauens­personen, auch Geschäfts­führer­Innen, Gewerk­schafter­Innen, die die AK freiwillig unterstützen. Das macht kein Innen­ministerium wie bei einer National­rats­wahl. Daher Danke an alle, die die AK im Betrieb unterstützt haben. Die AK verlangt daher, dass die Wahl im Betrieb gesetzlich ausgebaut wird, weil die Mitglieder das wollen. 

Menschen wollen starke AK

Die Wahl­ergebnisse zeigen: Die Arbeiter­kammer genießt höchstes Vertrauen – ein deutlich höheres  Vertrauen als die Regierung oder die Parteien. Die Wichtigkeit der AK wird von den Wähler­Innen aller Fraktionen und sogar von den Nicht-WählerInnen hervorgehoben. Das belegt eine erste Wahl­analyse des Instituts SORA in Wien zu den AK Wahlen 2019. Die Über­raschung ist die steigende Wahl­beteiligung – sie ist ein Ausdruck des sinkenden Vertrauens in die Bundes­regierung.

Noch mehr Service

Die Menschen brauchen gerade jetzt eine starke Stimme – und das ist die AK. Unsere  Beratungs­zahlen belegen das eindrucksvoll: Im Vorjahr haben die AK ExpertInnen 2 Millionen Beratungen durchgeführt – und zwar im Arbeits-, Sozial- und Insolvenz­recht, im Konsumenten­schutz, im Steuer­recht und in der Bildung. Insgesamt haben die Arbeiter­kammern 531,2 Millionen Euro für ihre Mitglieder herausgeholt.

Seit heuer gibt es noch mehr Services und verbesserte Leistungen – in der Pflege, in der Bildung und beim Wohnen. Zudem hat die AK eine große Digitalisierungsoffensive gestartet: Zwischen 2019 und 2023 sollen bundes­weit 150 Millionen Euro in einen Qualifizierungs­fonds und in einen AK Projekt­fonds Arbeit 4.0 fließen. Die Digitalisierung soll den Beschäftigten in Österreich nützen und ihr Leben verbessern.

Kontakt