Umtausch und Gutschein einlösen

Auch das Christkind kann sich einmal irren. Der Pulli ist viel zu klein. Für so manchen führt der erste Weg nach den Feiertagen deshalb in die Geschäfte zum Umtausch. „Achtung, der Umtausch ist freiwillig“, sagt AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic.

„Der Umtausch ist gesetzlich nicht verankert. Aber viele Händler räumen schon freiwillig einen Umtausch ein – das ist auf der Rechnung vermerkt. Die Rechnung sollte daher aufgehoben werden!“, so Zgubic.

Beim Umtausch kann man sich etwas Anderes aussuchen. Geld gibt es üblicherweise nicht zurück. Findet man nichts, erhält man einen Gutschein. Reduzierte Ware wird in der Regel nicht umgetauscht – außer es wird vereinbart. 

 „Bei Gutscheinen sollten Konsumenten einen Blick auf die Fristen werfen“, empfiehlt Zgubic. Der Oberste Gerichtshof bestätigte: Gutscheine sind generell 30 Jahre lang gültig. Eine Verkürzung ist zwar möglich – aber nur mit einem triftigen Rechtfertigungsgrund des Unternehmers. „Nach Ablauf einer unzulässigen Befristung können Gutscheine nun nicht mehr für wertlos erklärt werden“, sagt Zgubic. „Der Gutschein muss verlängert oder der Kaufpreis zurückerstattet werden.“

Ratsam ist, den Gutschein beizeiten einzulösen. „Wäre schade, wenn man ihn verlegt oder darauf vergisst“, so die AK Konsumentenschützerin. „Und er verliert seinen Wert, wenn Unternehmen pleitegehen. Denn bei einer Konkursforderung lohnt es sich oft nicht, den Anspruch angesichts geringer Quoten und Gerichtskosten anzumelden.“