Ich bekomme ein Kind
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Ich bekomme ein Kind

Ein Kind ist im Anmarsch? Wir gratulieren herzlich und haben für Sie ein Package der wichtigsten Informationen für werdende und frischgebackene Eltern zusammengestellt: Hier finden Sie hilfreiche Tipps und Links zu Mutterschutz, Karenz, Kinderbetreuungsgeld und Wiedereinstieg! 

Schwangerschaft und Geburt

Bekanntgabe der Schwangerschaft

Sobald Sie von Ihrer Schwangerschaft erfahren, müssen Sie diese (und den voraussichtlichen Geburtstermin) laut Gesetz dem Arbeitgeber mitteilen. Details zu Ihren Rechten und Pflichten finden Sie hier.

Schutzbestimmungen

Während der Schwangerschaft steht Ihnen besonderer Schutz in der Arbeit zu – unabhängig von Staatsbürgerschaft, Einkommen und Dauer bzw. Ausmaß der Beschäftigung!

  • Kündigungsschutz: Als schwangere Beschäftigte dürfen Sie nicht einfach gekündigt werden. Das sind Ihre Rechte!

  • Beschäftigungsverbote: Natürlich dürfen Sie keine Arbeiten ausführen, die für Sie oder das Baby schädlich sein könnten. Ein Beschäftigungsverbot, extra Ruhepausen usw. gibt es in diesen Fällen.

AUSNAHMEN

Die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes gelten nicht für freie Dienstnehmerinnen und Werkvertragsnehmerinnen!

Mutterschutz und Wochengeld

Acht Wochen vor der voraussichtlichen und acht Wochen nach der tatsächlichen Entbindung besteht ein absolutes Beschäftigungsverbot. In dieser Zeit erhalten Sie statt Ihrem Lohn bzw. Gehalt Wochengeld von der Krankenkasse. 

Bestimmungen für Adoptiv- und Pflegeeltern

Für Adoptiv- und Pflegeeltern gelten meist die gleichen Bestimmungen wie für leibliche Eltern. Wo sich die Regeln rund um Karenz und Kinderbetreuungsgeld für Sie unterscheiden, können Sie hier nachlesen.

Karenz

Elternkarenz bedeutet: Sie haben das Recht, sich von der Arbeit freistellen zu lassen. Bitte verwechseln Sie das nicht mit dem Kinderbetreuungsgeld, einer finanziellen Leistung vom Familienministerium.

Wie ist die Elternkarenz geregelt?

Wann müssen Sie Ihre Karenz melden und wie lange dauert sie? Haben Sie in dieser Zeit volle Jobsicherheit und Weiterbildungsmöglichkeiten? Wie wirkt sich die Elternkarenz auf Ihre Pension aus? Diese und viele andere Fragen beantworten wir hier

Teilung der Elternkarenz

Sie wollen sich die Kinderbetreuung mit Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin teilen? Wie Sie sich Ihr Modell einteilen können und welche Regeln Sie beachten müssen, lesen Sie hier nach. 

Arbeiten in der Karenz?

Sie dürfen geringfügig arbeiten, während Sie in Karenz sind – höchstens 13 Wochen im Kalenderjahr auch über die Geringfügigkeitsgrenze hinaus. Alle Details dazu finden Sie hier. 

ACHTUNG!

Karenz und Kinderbetreuungsgeld sind nicht dasselbe – informieren Sie sich deshalb auch, ob Ihr Zuverdienst Auswirkungen auf das Kinderbetreuungsgeld haben könnte!

Einen Teil der Karenz aufschieben

Beide Elternteile haben die Möglichkeit, jeweils drei Monate ihrer Karenz bis zum 7. Geburtstag des Kindes aufzuschieben – etwa, weil Sie es beim Schuleintritt intensiver begleiten möchten. Hier finden Sie mehr dazu.

SIE WOLLEN IHR DIENSTVERHÄLTNIS GANZ BEENDEN?

Wenn Sie anlässlich der Geburt Ihres Kindes einen so genannten Mutterschafts- bzw. Vaterschaftsaustritt planen, vergessen Sie nicht auf Ihren Anspruch auf Abfertigung.

Kinderbetreuungsgeld

Wenn Sie, Ihr Partner oder Ihre Partnerin nach der Geburt beim Kind bleiben wollen, können Sie Kinderbetreuungsgeld beantragen und sich zwischen verschiedenen Varianten entscheiden: längere, kürzere und einkommensabhängige. Vor kurzem wurde das Kinderbetreuungsgeld reformiert. Welche Rechtslage für Sie gilt, hängt vom Zeitpunkt der Geburt Ihres Kindes ab.

Kinderbetreuungsgeld bei Geburten bis 28.02.2017

Wenn Sie das Kinderbetreuungsgeld beantragen, müssen Sie sich für eine der 5 möglichen Varianten entscheiden. Grundsätzlich verlängert sich die Bezugsdauer, wenn sich beide Elternteile den Bezug teilen. Bei Mehrlingskindern gibt es Zuschläge. 

  • Pauschalvariante 30+6: rund 436€ monatlich bis zum 30. bzw. 36. Lebensmonat des Kindes

  • Pauschalvariante 20+4: rund 624€ monatlich bis zum 20. bzw. 24. Lebensmonat des Kindes

  • Pauschalvariante 15+3: rund 800€ monatlich bis zum 15. bzw. 18. Lebensmonat des Kindes

  • Pauschalvariante 12+2: rund 1.000€ monatlich bis zum 12. bzw. 14. Lebensmonat des Kindes

  • Einkommensabhängige Variante 12+2: monatlich 80% des letzten Nettoeinkommens (max. 2.000€ monatlich) bis zum 12. bzw. 14. Lebensmonat des Kindes

Welche Variante ist für Sie am günstigsten? Das können Sie mit dem Kinderbetreuungsgeld-Vergleichsrechner des Familienministeriums ausrechnen!

WENN EIN WEITERES BABY KOMMT

Das Kinderbetreuungsgeld des ersten Kindes endet spätetestens bei der Geburt des zweiten.

Weitere Infos zum Kinderbetreuungsgeld für Geburten bis zum 28.02.2017 finden Sie unter diesem Link.

Kinderbetreuungsgeld bei Geburten ab 1. März 2017

Seit 1. März gilt das neue Kinderbetreuungsgeldkonto: Für alle Eltern ist ein gleich hoher Gesamtbetrag vorgesehen. Die Eltern können selbst entscheiden, über welchen Zeitraum sie sich den Gesamtbetrag auszahlen lassen möchten.

  • Das Grundmodell sieht eine Mindestdauer von 365 + 91 Tage ab der Geburt vor, also 456 Tage mit einem Tagesbetrag von € 33,88. 

  • Die Eltern können dieses Modell maximal bis zum 851 + 212 Tag ab der Geburt (28 + 7 Monate) verlängern. Der Tagesbetrag vermindert sich dabei im Verhältnis zur Verlängerung von € 33,88 auf zumindest 14,53 Euro täglich.

  • Einkommensabhängige Variante 12+2: monatlich 80% des letzten Nettoeinkommens (max. 2.000 Euro monatlich) bis zum 12. bzw. 14. Lebensmonat des Kindes.

Was ist die beste Variante für mich? Probieren Sie den Vergleichsrechner des Familienministeriums...

Weitere Infos zum Kinderbetreuungsgeldkonto für Geburten ab dem 1. März 2017 finden Sie hier...

Dazuverdienen zum Kinderbetreuungsgeld

Als BezieherIn von Kinderbetreuungsgeld können Sie auf jeden Fall geringfügig dazuverdienen. Aber Achtung: Bei den vier Pauschalmodellen gelten andere Zuverdienstregeln als beim einkommensabhängigen Modell – erfahren Sie hier die Details.  

Andere Förderungen und Beihilfen

  • Familienzeitbonus: Eine finanzielle Unterstützung für erwerbstätige Väter, die sich unmittelbar nach der Geburt des Kindes ausschließlich der Familie widmen wollen und ihre Erwerbstätigkeit für diese Zeit unterbrechen. Erfahren Sie hier alle Details dazu... 

  • Familienbeihilfe: Lesen Sie hier nach, wann Sie Anspruch auf Familienbeihilfe haben. Unser Familienbeihilfe-Rechner zeigt Ihnen, wie viel Geld Sie für Ihre Familie erwarten können. 

  • Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld: Alleinerziehende bzw. geringverdienende Elternteile haben unter bestimmten Umständen Anspruch auf diese Beihilfe – informieren Sie sich hier!

  • AMS-Kinderbetreuungsbeihilfe: Das AMS fördert kostenpflichtige Kinderbetreuungsplätze, wenn Sie diese Unterstützung brauchen, um arbeiten oder einer Weiterbildung machen zu können. Mehr dazu hier!

  • Familienhärteausgleich: Eine einmalige finanzielle Überbrückungshilfe für Familien in Notsituationen bekommen Sie unter diesen Umständen

Wiedereinstieg

Es geht langsam wieder zurück in den Job?  Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollen Ihnen diese Regelungen erleichtern. 

Elternteilzeit

Bis zum 7. Geburtstag Ihres Kindes haben Sie Anspruch auf Elternteilzeit. Wie das funktioniert, zeigt Ihnen dieser Film:

 

Kinderbetreuungsgeld (bis 28.02.2017)

Der Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld besteht ab der Geburt des Kindes. Für Geburten bis 28.02.2017 gibt es 5 Modelle zur Wahl. Hier der Überblick.

Karenz-Regelung

Die Elternkarenz beginnt nach Ende der Mutterschutzfrist. Sie müssen die Karenzdauer schriftlich beim Arbeitgeber bekannt geben.

Mutterschutz-Regelung

Schwangere Dienstnehmerinnen haben Anspruch auf Mutterschutz: Wie lange und in welchen Fällen Sie freigestellt sind und wann Sie Wochengeld erhalten.

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