30.1.2020

Fehlzeitenreport: Die meisten Krankenstände dauern nur wenige Tage

Grippezeit ist Krankenstandszeit. Laut Fehlzeitenreport 2019 ist die große Mehrheit der Krankenstände nur wenige Tage lang. 2018 dauerten 40% aller erfassten Krankenstandsfälle weniger als vier Tage. 

Tipp

Alle Infos zum Thema Krankenstand finden Sie hier. Warum länger arbeiten krank macht, erfahren Sie hier.
Grafik © Tea Mina Jaramaz
© Tea Mina Jaramaz

Zwei Gruppen prägen das Krankenstandsgeschehen

Zwei Gruppen von Krankheiten prägen das Krankenstandsgeschehen: Die Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und jene des Atmungssystems. Zusammen verursachen diese Erkrankungen rund 50 Prozent der Krankenstandsfälle und gut 43 Prozent aller Krankenstandstage. 

Der Anteil der Krankheiten des Atmungssystems ging in den vergangenen 17 Jahren (2000 24%, 2018 22,1%) ebenso zurück, wie die durchschnittliche Anzahl an Krankheitstagen pro Kopf dieser Diagnosegruppe (2000 3,5 Tage, 2018 2,9 Tage). Kurzfristig unterliegt die Entwicklung der Krankenstandstage, die auf Atemwegserkrankungen zurückgehen, mitunter starken Schwankungen, heißt es im Report. 

2018 haben sich die Krankenstände gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Die Beschäftigten waren im Jahresverlauf durchschnittlich 13,1 Kalendertage im Krankenstand, im Jahr zuvor waren es noch 12,5 Tage. Langfristig gehen die krankheitsbedingten Fehlzeiten zurück, 1980 lag der Wert noch bei 17,4 Krankenstandstage.  

Krankheitsfördernd sind überlange Arbeitszeiten

Überlange Arbeitszeiten haben beträchtliche Auswirkungen auf die Gesundheit der betroffenen Beschäftigten. Insbesondere Schichtdienste, Nachtarbeit nagen an der Gesundheit. Schlafstörungen, Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes sind oft die Folge.