15.3.2019

Februar-Inflation: Miet­preis­wahnsinn geht weiter!

Teures Wohnen: Die Mieten steigen viel stärker als die Teuerung. „Viele Menschen, vor allem junge Familien klagen über die hohen Wohn­kosten“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Wann kommen endlich Entlastungen für die Mieterinnen und Mieter?“, fragt die AK Präsidentin. „Wir haben ein Fünf-Punkte-Programm, das Wohnen leistbar macht!“

Die Mieten (plus 3,3 Prozent) stiegen mehr als doppelt so stark wie Gesamtinflation (plus 1,5 Prozent).

Fünf-Punkte-Programm für leistbares Wohnen  

  • Steuerlicher Wohn­bonus: Ein Wohnbonus im Rahmen der Steuerreform, mit dem MieterInnen und EigentümerInnen zehn Prozent der Wohnkosten, maximal 500 Euro, von der Lohn- bzw. Einkommenssteuer absetzen können. Bei einem Einkommen unterhalb der Ein­kommens­steuer­grenze wird der Wohn­bonus als Steuer­gutschrift ausbezahlt. 

  • Neues Mietrecht: Ein neues Mietrecht für private Wohnungen mit wirksamen Miet­zins­ober­grenzen, klar definierten und begrenzten Zu- und Abschlägen. Überdies müssen die befristeten Mietverträge abgeschafft werden, außer bei Eigenbedarf für Ver­mieter­Innen.  

  • Weg mit der Makler­provision für MieterInnen: Der Erst­auftrag­geber soll die Makler­provision zahlen – das ist im Regelfall der Vermieter, der seine Wohnung vermieten möchte.  

  • Wirksame Sanktionen bei Miet­wucher: VermieterInnen sollen etwa bei gesetzwidrig vereinbarten Mietzinsen und überhöhten Betriebs­kosten das Doppelte des unrechtlich kassierten Betrages zurückzahlen.  

  • Mehr geförderte Wohnungen: Mit der Widmungs­kategorie „Geförderter Wohnbau“ macht Wien einen Schritt in die richtige Richtung. Zudem müssen Grund­stücks­reserven von Bund und Ländern, vorrangig für den geförderten Wohnbau gesichert und verwendet werden.

AK Hotline für Miet- und Wohn­rechts­fragen

Die AK hat ihr Beratungsangebot ausgeweitet und seit Mitte Februar eine neue Hotline für Miet- und Wohn­rechts­fragen. Die AK Hotline für Miet- und Wohn­rechts­fragen: +43 1 501 65 1345 von Montag bis Freitag 8.00 bis 12.00 Uhr, Dienstag zusätzlich von 15.00 bis 18.00 Uhr.