20.1.2021

Mieten nach oben geschnalzt

„Unglaublich, die Mietpreise haben kräftig angezogen“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Viele Menschen trifft das in der Corona-Krise noch härter als sonst. Eine halbe Million steht ohne Job da, Hunderttausende sind in Kurzarbeit. Sie müssen jetzt mit weniger Einkommen auskommen, die fixen Kosten laufen weiter.“ MieterInnen müssen entlastet werden. Die AK weiß wie und hat ein 5-Punkte-Sofortpaket für leistbares Wohnen.

Im Jahr 2020 stiegen die Nettomieten gegenüber dem Jahr 2019 dreimal so stark (plus 4,1 Prozent) an wie die Gesamtinflation (plus 1,4 Prozent).

Das AK 5-Punkte-Sofortprogrogramm fürs Wohnen, um MieterInnen zu entlasten:  

1. Neues klares Mietrecht 
Alle VermieterInnen sollen MieterInnen, die aufgrund der Pandemie arbeitslos wurden und die Miete nicht zahlen können, zumindest in einem ersten Schritt kurzfristig alle nächsten Mieten stunden. Funktioniert das nicht auf freiwilliger Basis, muss ein Gesetz kommen. 

2. Einrichtung eines Unterstützungsfonds/Solidarfonds 
Durch Jobverlust, Kurzarbeit und Betriebsschließungen steigen die finanziellen Probleme und die Mieten. Der Fonds soll die Mietzahlungen für die Betroffenen eine Zeit lang übernehmen.  

3. Ablaufende Befristungen gesetzlich verlängern
Es soll eine gesetzliche Verlängerung aller derzeit auslaufenden befristeten Mietverträge um mindestens ein Jahr erfolgen. 

4. AirBnB Wohnungen für Menschen in schwierigen Wohnsituationen öffnen
Derzeit stehen tausende AirBnB Unterkünfte leer. Sie sollen der Stadt und den Betreuungsstellen für Menschen in prekären Wohnsituationen zur Verfügung gestellt werden.  

5. Rücktritt von ruinösen Verträgen ermöglichen
Es muss ein kostenloses Rücktrittsrecht für ruinöse Miet-, Kauf- und Maklerverträge geben, wenn man den Vertrag in den vergangenen Monaten unterschrieben hat und ihn jetzt aufgrund von finanziellen Problemen nicht erfüllen kann. 

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