24.6.2019

Klimaschutz gelingt, wenn er sozial verantwortlich gemacht wird

„Klimaschutz geht alle an und muss sozial gerecht gestaltet werden“, sagt die Leiterin der AK Abteilung Umwelt und Verkehr, Sylvia Leodolter. anlässlich des am 24.6.2019 vorgestellten Klima­volks­begehrens. „Dabei ist wichtig, dass möglichst viele Menschen beim Thema Klima­schutz mitgenommen werden, denn Klimaschutz ist eine soziale und demo­kratie­politische Herausforderung. Das geht nur mit den Beschäftigten, nicht gegen sie“, so Leodolter. „Die Klima­krise wird eine entscheidende Ver­teilungs­frage der nächsten Jahre werden. Die not­wendigen Schritte werden nur dann von den Menschen akzeptiert, wenn sie sozial gerecht gestaltet werden.“

Klimaveränderungen verursachen hohe Schäden

Die Klima­veränderungen verursachen bereits heute hohe Schäden, die Menschen in den Städten leiden unter Hitze und Luft­ver­schmutzung, gleich­zeitig entstehen immer höhere Folge­kosten in der Land­wirt­schaft. „Wer die Klima­ziele nicht einhält, muss Milliarden an Strafe zahlen. Das Geld sollte viel besser jetzt in einen wirksamen und sozial aus­ge­wogenen Klima­schutz in Österreich investiert werden“, so Leodolter.

Angesichts möglicher Straf­zahlungen von bis zu 6,6 Milliarden Euro für nicht eingehaltene Klimaziele fordert die AK einen Investitions­schub für den Klima­schutz, ins­besondere beim Ausbau leistbarer Öffis, thermischer Sanierung, Austausch fossiler Heizungen oder von mehr Photo­voltaik.

Wir müssen in den Klimaschutz investieren

Leodolter: „Wir müssen in den Klima­schutz investieren, statt Straf­zahlungen zu riskieren.“

  • Mit Investitionen von 6,6 Milliarden Euro könnte man das Angebot des Schienen­nah­verkehrs in Österreich für die nächsten fünf Jahre verdoppeln.
     
  • Mit 6,6 Milliarden Euro könnten allein 40.000 neue Zug­verbindungen im Nah­verkehr finanziert werden. Das wären insgesamt 660 Millionen neue Zug­kilometer.
     
  • Mit 6,6 Milliarden Euro könnte man 550 neue Railjets oder 190 Kilometer neue S-Bahn-Trassen finanzieren.
     
  • Mit 6,6 Milliarden Euro könnten alle 1,4 Millionen Familien mit Kindern für 2,5 Jahre gratis Bahn­fahren mit einer „Österreich-Card Familie“.

  • Mit 6,6 Milliarden Euro können 550.000 kleine Photo­voltaik-Anlagen installiert werden.
     
  • Mit 6,6 Milliarden Euro könnten rund 300.000 Pellet­heizungen finanziert werden.

Links