Junge Frau steht beim Fließband mit Getränkeflaschen © WavebreakMediaMicro, stock.adobe.com
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22.3.2021

Offensive: Arbeitsmarkt – Wirtschaft nach Corona

Mit der Offensive: Arbeitsmarkt will die AK zeigen, wie die Probleme auf dem Arbeitsmarkt gelöst werden könnten. In der Diskussion am Freitag, den 26.3., ging es um die richtigen Strategien zum wirtschaftlichen Aufschwung nach der Pandemie.

Der EU-Resilienzfonds enthält rund 3,4 Mrd. Euro an Finanzhilfen für Österreich, um in die wirtschaftliche Erholung und den ökologischen Wandel zu investieren. Diese Finanzhilfen können viel bewegen, wenn die österreichische Bundesregierung auch die richtigen Maßnahmen setzt. Ein sozialer und gerechter Mitteleinsatz ist daher unbedingt erforderlich, damit das Geld letztlich dort ankommt, wo es am dringendsten gebraucht wird: Bei der Förderung von Arbeitsplätzen, Gesundheits- und sozialen Dienstleistungen, der Armutsbekämpfung und beim Klimaschutz. Um eine sozial gerechte und ökologische Mittelverwendung zu erreichen, muss die Regierung unbedingt auch die Sozialpartner einbinden.

Diskussion

Die Diskussion „Wirtschaft nach Corona“ mit Martin Selmayr (Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich), Margit Schratzenstaller (Ökonomin Wifo), Petra Völkerer (Leiterin des Europabüros der Bundesarbeitskammer) und Doris Vettermann (Innenpolitik Krone) zum Nachschauen:


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Den detaillierten Plan finden Sie hier

Nachlese: Offensive Arbeitsmarkt „Sozialstaat stärken, Jobs schaffen“

Österreich hat über eine halbe Million Arbeitslose. Ohne Kurzarbeit sind es nochmals so viele zusätzlich. Die Arbeiterkammer (AK) fordert: Jobs, Jobs, Jobs! Wenn Unternehmen keine Arbeitsplätze schaffen kann, muss die öffentliche Hand einspringen. Investitionen in den Sozialstaat, die jetzt getätigt werden, legen ein Fundament für die Zukunft. Der strukturelle und demografische Wandel macht es notwendig, dass ein Fokus auf Zukunftsbranchen liegt. Neben Green Jobs sind hier besonders Pflege- und Gesundheitsberufe sowie die Elementarpädagogik im Fokus.

Die Diskussion mit Johannes Kopf (Vorstand AMS), Korinna Schumann (ÖGB Frauenvorsitzende), Sybille Pirklbauer (AK Expertin) und Angela Sellner (Ressortleiterin Wirtschaft, Tageszeitung Österreich) sowie der detaillierte Plan des Offensive Arbeitsmarktes können Sie hier nachsehen.

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig unser Gesundheitssystem ist. Aber es fehlen Fachkräfte: Bis 2030 braucht es 76.000 zusätzliche Pflegekräfte, um die derzeitige Versorgung aufrecht erhalten. Die AK hat ein Pflegepaket vorgeschlagen, dass nochmals 39.000 Jobs schafft. Nur so lässt sich die hohe Qualität im Gesundheitsbereich erhalten. Eine gut ausgebaute Kinderbetreuung schafft nicht nur zusätzliche Arbeitsplätze in der Elementarpädagogik, sondern hilft doppelt: Eltern können wieder gehen gehen. Bis zu 50.000 Menschen werden dadurch Arbeit finden. Auch ein wichtiger Faktor ist die öffentliche Verwaltung: Mehr Arbeitsplätze im AMS und in Behörden.

Das ist vor der aktuellen Lage am Arbeitsmarkt auch dringen notwendig. Ganz besonders schwer hat es neben jungen Menschen ArbeitnehmerInnen über 45. Die AK hat dazu ein Modell entwickelt, die Chance45. Für Menschen die es am Arbeitsmarkt schwer hat – etwa ältere Langzeitarbeitslose – sollen über 40.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

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