14.6.2019

Hitze: AK und ÖGB fordern klimafitte Arbeitsplätze und in letzter Konsequenz hitzefrei

Egal ob am Bau oder im Büro, Hitze lässt nie­manden kalt. In den ver­gan­genen Jahren wurden die Sommer wissen­schaftlich und statistisch be­leg­bar immer heißer, diese Ent­wicklung scheint sich fort­zu­setzen. Daraus resultiert eine massive Zu­nah­me der gesund­heitlichen Belastung für Arbeit­nehmer­Innen. Auch die Leistung- und Kon­zentrations­fähigkeit sinkt bei hohen Tem­pera­tu­ren stark ab. Nicht nur die Pro­dukti­vi­tät leidet, auch Fehler und Un­fälle häufen sich.

Für AK und ÖGB ist der Handlungs­bedarf klar, wie AK-Präsidentin Renate Anderl ausführt: „Der Sommer im Vorjahr war heiß, der heurige Sommer verspricht auch heiß zu werden, und die Klima­er­wärmung wird in Zukunft mehr und intensivere Hitze­perioden bringen. Die Arbeit­nehmer­innen und Arbeit­nehmer verdienen Respekt und dazu gehört auch der Schutz ihrer Gesundheit, denn Arbeit darf nicht krank machen.“

Schutz­maß­nahmen ab 25 Grad Celsius

AK und ÖGB fordern daher aufgrund der steigenden Be­lastungen ab­ge­stufte Schutz­maßnahmen ab 25 Grad Celsius in Innen­räumen bzw. bei Arbeiten im Freien, um die Gesundheit der Arbeit­nehmer­Innen gegen die Auswirkungen von Hitze in Arbeits­räumen sowie gegen UV-Strahlung besser zu schützen.

Die grund­sätzliche Forderung: Klima­fitte Arbeits­plätze! Sind alle vom Arbeit­geber getroffenen baulichen, or­ga­ni­sa­torischen und technischen Maß­nahmen nicht aus­reichend, um die Hitze­belastung ent­sprechend zu senken, müssen Ersat­zarbeits­plätze oder zusätzliche bezahlte Pausen­regelungen geschaffen werden. In letzter Konsequenz muss bezahlt hitzefrei gelten, solange keine kühlere Alter­native vom Arbeit­geber an­ge­bo­ten wird.

Tipp

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