Digital Works for People © AK
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DigiKonferenz: Digital Works for People

Europäische Konferenz zur Arbeit in der digitalen Welt
22.10.2018, Wien

Worum geht's? 

Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt grundlegend. Wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung dafür nutzen, um ...

  • Arbeitsbedingungen zu verbessern und
  • neue und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen.  

Das ist möglich – aber dazu braucht es die Zusammenarbeit zwischen der Politik, den UnternehmerInnen und den ArbeitnehmerInnen. Dafür bringen wir bei „Digital works for people“ BetriebsrätInnen, GewerkschafterInnen, PolitikerInnen, UnternehmerInnen und ExpertInnen aus ganz Europa zusammen.

Die innovativsten Projekte zu Digitalisierung und Arbeit

In den vergangenen Monaten haben wir europaweit die besten und innovativsten Projekte im Bereich „Digitalisierung und Arbeit“ recherchiert. Die Verantwortlichen dieser Projekte werden bei der Konferenz ihre Erfahrungen einbringen. Ihr Vorbild und ihr Wissen sollen neue Initiativen anregen - Initiativen, die wir fördern möchten mit dem AK Projektfonds Arbeit 4.0. Denn von der Digitalisierung soll nicht nur eine kleine Elite profitieren, sondern alle Menschen, die täglich mit den Herausforderungen der Arbeitswelt konfrontiert sind. Für mehr Infos zum AK Projektfonds Arbeit 4.0 bitte hier entlang...

Kleiner Vorgeschmack auf die Konferenz gefällig? 

Eine Auswahl besonders spannender Projekte werden wir hier laufend vorstellen. Beginnen wollen wir mit XStarters.

xStarters

Der Volkswagen Konzern setzt bei der xStarters Initiative auf die Zusammenarbeit von Jugendlichen mit guten Ideen rund um die Digitalisierung und auf renommierten ExpertInnen, die gemeinsam die xStarters Community bilden. In einem Wettbewerb werden die besten Ideen von jungen Teams zu digitalen Lösungen entwickelt und auf ihre Wirksamkeit getestet. So wird echter Wissenstransfer sichergestellt, werden neue digitale Trends entwickelt.

Tipp

Mehr Informationen unter http://www.xstarters.digital/ oder Instagram: @xStarters

XStarters at work

Und dann gibt es ein Projekt, an dem wir selbst federführend mitgearbeitet haben - und schon auch ein bissi stolz darauf sind! :-) Und zwar:

Fair Crowd Work

Kurzzeit-Jobs, die über so genannte Crowdwork-Plattformen im Internet digital vermittelt werden, sind auch in Österreich immer mehr verbreitet. Die Tätigkeiten reichen von einfach bis kompliziert, von Beschriftungen bis Übersetzungen und Softwarelösungen. Allerdings lässt sich meist nur schwer ermitteln, wie viel die unterschiedlichen Plattformen bezahlen und wie sie mit den Beschäftigten umgehen.

In einer länderübergreifenden Kooperation haben AK, ÖGB, die deutsche Gewerkschaft IG Metall und die schwedische Gewerkschaft Unionen eine internationale Plattform aufgebaut, die zum Ziel hat, die Arbeitsbedingungen für Menschen, die über Plattformen arbeiten, zu verbessern.

Zur Erstellung der Webseite wurden umfassende Informationen über Crowd-, App- und plattformbasierte Arbeit erstmals aus der Perspektive der Plattform-Beschäftigten und Gewerkschaften erhoben. So entstand die bislang größte Datensammlung zum Thema in Europa. Diese wurde zu einem „Rating“ einzelner Plattformen aus Sicht der Crowdworker verarbeitet – das Herzstück der Plattform. Außerdem bietet die Seite rechtliche Informationen und Anlaufstellen für Crowdworker. Mehr Infos unter http://faircrowd.work/de/

Und so sieht die Benutzeroberfläche aus...

Ein anderes Projekt nutzt die technologischen Fortschritte für die Arbeitszeiteinteilung.

Working Time Solutions

"Ich kann an dem Tag nicht so lange arbeiten, weil da immer meine Tochter..."  Schichteinteilung für KrankenhausmitarbeiterInnnen verschiedenster Berufe ist immer eine Herausforderung, gerade dann, wenn sie Kinder haben oder noch Zusatzausbildungen machen. Mit Working Time Solutions konnten South Western Ambulance Services ihren Schichtbetrieb dahingehend re-organisieren, dass sowohl die Qualität der Leistungen als auch die Bedingungen für Arbeitnehmer/innen verbessert wurden. Das System erlaubt es den MitarbeiterInnen, ihre Praxis-Erfahrungen und Bedürfnisse in die Organisation des Schichtbetriebes einzubringen und die Arbeitseinteilung darauf abzustimmen.

Eine gleichmäßigere Arbeitsbelastung und die flexiblere Berücksichtigung spezifischer Lebenssituationen werden auch dadurch erreicht, dass Veränderungen in der Arbeitsplanung im System für die MitarbeiterInnen sofort erkennbar werden und für diese kooperativ im Team sofort Alternativen erstellbar sind. Die direkte Abstimmung von Arbeitgeber, ArbeitnehmerInnen und Gewerkschaft wurde ebenfalls von diesem System deutlich erleichtert.

Mehr Infos unter https://workingtime-solutions.com 

MitbestimmungPLUS – Wir machen die Mitbestimmung zukunftsfähig!

Wie macht man das deutsche Mitbestimmungsmodell zukunftsfähig? Wie lassen sich im Zeitgeist von Individualismus und neuen Arbeitskontexten etablierte und neue Mitbestimmungs- und Beteiligungskulturen zusammenführen? Passen Digitalisierung und kooperative Mitbestimmungsmodelle überhaupt zusammen?

Diese aus Mitbestimmungsperspektive zentralen Fragestellungen begleiteten einen gemeinsam vom Personalvorstand und Konzernbetriebsrat der Deutschen Bahn AG (DB AG) gestarteten Aufruf an die Beschäftigten im Konzern, Ideen für neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber- und ArbeitnehmervertreterInnen zu entwerfen.  Eine paritätisch besetzte Arbeitsgruppe mit dem Titel „MitbestimmungPLUS“ hat alle eingereichten Vorschläge in Themencluster strukturiert, passgenaue Prototypen entwickelt und diese in intensiven Erprobungsphasen direkt vor Ort getestet.

Die neuen Instrumente zielen neben der Transformationsbegleitung darauf ab, bessere Kooperationsformate zu etablieren, Rollen zu schärfen, mehr Möglichkeiten für direkte Beteiligung zu schaffen, den (KundenInnen-) Nutzen sichtbarer zu machen und Mitbestimmung als Ausdruck der Demokratie und integraler Bestandteil der Unternehmenskultur insgesamt zu stärken.

Besprechung bei der Deutschen Bahn © DB
Besprechung bei der Deutschen Bahn © DB

Digitaler ASC-Kundenprofi

Der Digitale ASC-Kundenprofi ist das interne Ausbildungsprogramm der ASFINAG im Kundenmanagement. Ziel ist es, die Mitarbeitenden auf die Herausforderungen der Digitalisierung bestmöglich vorzubereiten sowie etwaige Ängste und Bedenken bereits im Vorfeld anzusprechen. In zehn Trainingsmodulen zeigen wir den Kursteilnehmenden die unterschiedlichsten Facetten der Digitalisierung auf. So bieten wir Kurse zu den Themen Customer Journey, Chatbot & künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Generation XYZ, Digitalisierung & Unternehmenskultur oder Customer Insight an. Die Top-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter haben zudem die Möglichkeit, ihr Können im Rahmen einer Projektarbeit unter Beweis zu stellen und sich vom Vorstandsdirektor zum Digitalen ASC-Kundenprofi zertifizieren zu lassen.

Das Programm hat nicht nur die Weitergabe von Wissen zum Ziel; es dient auch als Plattform, um eine gemeinsame Kundenphilosophie weiter zu entwickeln, Erfolg messbar zu machen und Werte wie Verantwortung, Kundenorientierung, Vielfalt sowie Teaming zu fördern.

Work Smart 

Work Smart ist für Swisscom mehr als Homeoffice und kollaborative Zusammenarbeit. Work Smart @Swisscom steht für eine vernetzte Arbeitswelt, in der unabhängig und von überall her gearbeitet, Wissen sicher und spontan mit anderen geteilt, produktiver zusammengearbeitet, eine ausgewogene Balance im Leben gehalten sowie nachhaltig mit knappen Ressourcen umgegangen wird. Das Future Work Experiences Team und die Work Smart Community befähigen Mitarbeitende und Unternehmen zur smarten Zusammenarbeit. Das Angebot umfasst eine digitale Toolbox voller praktischer Tipps&Tricks, Reverse Mentoring sowie die intelligente Plattform "Ask the Brain", die Wissen sicht- und auffindbar macht. Flexible, ortsunabhängige Arbeitsformen steigern erwiesenermassen Motivation und Produktivität von Mitarbeitenden, integrieren durch neue Arbeitsmodelle weitere Personengruppen in den Arbeitsmarkt und haben einen positiven Effekt auf CO2-Emissionen. Swisscom hat deshalb die Work Smart Initiative mitbegründet, welche die Schweizer Wirtschaft bei der Umsetzung von flexiblen Arbeitsformen unterstützt. Sie wird von grossen Schweizer Arbeitgeberinnen getragen und von einem breit gefächerten Patronat unterstützt.

Co-Working © Swisscom
Co-Working © Swisscom


Internes Crowdsourcing in Unternehmen (ICU)

Als direkte Folge der technologischen Entwicklungen stellt das interne Crowdsourcing (IC) eine neue Form von innerbetrieblicher Wissensverbreitung und digitaler Zusammenarbeit dar. Das Ziel des Forschungsprojekts „Internes Crowdsourcing in Unternehmen“ (ICU) ist die Entwicklung eines in der Praxis getesteten arbeitnehmerfreundlichen internen Crowdsourcing-Modells. Als Referenzmodell unterstützt es Unternehmen dabei, intern bereits vorhandenes ungenutztes Wissen und Kompetenzen zu mobilisieren, bereichsübergreifend zu vernetzen und in Unternehmensprozesse produktiv einzubeziehen. Gleichzeitig verbessert es die direkte Kommunikation zwischen Führungs- und MitarbeiterInnen-Ebene, vereinfacht die Identifikation der Kompetenzen von Beschäftigten und die für sie geeigneten Qualifizierungsmaßnahmen. Ein wesentliches Projektergebnis ist die Erarbeitung einer Musterbetriebsvereinbarung, die sich speziell an Betriebsräte und Gewerkschaften richtet. Die Ergebnisse aus Wissenschaft und Praxis sowie Checklisten und Leitfäden für IC stehen der interessierten Fachöffentlichkeit auch nach dem Ende von ICU zur Verfügung.

Internes Crowdsourcing in Betrieben © TU Berlin/IBBA
Internes Crowdsourcing in Betrieben © TU Berlin/IBBA


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